Mac-Gregor
CANARISCHE BERICHTE NEUDRUCK NR. 5.
Francis Coleman Mac-Gregor
Die Canarischen Inseln nach ihrem gegenwärtigen Zustande, und mit besonderer Beziehung auf Topographie und Statistik, Gewerbfleiß, Handel und Sitten; 1831
305 S.; 20 €
Der Verfasser dieses Werkes über die Canarischen Inseln lebte mehrere Jahre auf denselben. Eine deutsche Bildung und ein langjähriger Aufenthalt in unserem Vaterlande machten ihn fähig, die Inseln mit kosmopolitischem Blicke zu betrachten. Das Elend der Bewohner eines von der Natur so begünstigten Landes erregte seine Teilnahme; diese leitete ihn dahin, den Ursachen desselben nachzuforschen
Nach langem Aufenthalt auf den Kanaren ist er zur Erkenntnis gekommen, dass die Kanaren „auf den Ehrennamen der glückseligen Inseln schon seit langer Zelt alle Ansprüche aufgegeben haben“
Sein Werk enthält Übersichten zur Bevölkerung: „Die Volksmenge auf sämtlichen Inseln betrug 1802 194 570 Seelen, obgleich zu vermuten steht, daß diese Angabe zu geringe ist, indem die Lokalbe¬hörden, um der Raubsucht des Fiskus zu entgehen, nur allzugeneigt sind, den wahren Stand der Bevölkerung zu verheimlichen“; - dem Weinbau: „Die Fässer, worein man ihn füllt, werden aber vorher nicht gehörig gespült und ausgebessert; in den Weinlagern selbst sieht es oft eben so unreinlich aus“; - der Viehzucht und Fischerei: „Die Fische, welche sie den Tag über fangen, werden abends geöffnet, ausgenommen und gewaschen, hierauf abgetrocknet und gesalzen, und im Raume des Schiffes aufgehäuft. Weil man aber versäumt, sie zum zweitenmale zu waschen und zu salzen, wie auf den Bänken von Newfoundland geschieht, so halten sie sich höchstens nur ein paar Monate.“
Den Sitten und Gebräuchen und der intellektuellen Bildung der Einwohner sind Abschnitte gewidmet, sowie den Verwaltungsbehörden, der Justiz- und Polizeiverwaltung, der Finanzen, dem Kriegswesen und dem geistlichem Staate.





